Praxisanleiter/in mit Schwerpunkt ausserklinische Intensivpflege, inkl. Teamleiterqualifikation

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Termine                              07. – 10. September 2020 (4 Tage)

 

                                                 26. – 29. Oktober 2020 (4 Tage)

 

                                                 30. November - 03. Dezember 2020 (4 Tage)

 

                                                 11. – 14. Januar 2021 (4 Tage)

 

                                                 08. – 11. Februar 2021 (4 Tage)

 

                                             12. - 15. April 2021 (4 Tage)

 

 

Ort                                         Münchenstift Haus St. Josef

Luise-Kiesselbach-Platz 2
            81377 München

 

 

 

Kosten                                  2.300,-€ inkl. aller Unterrichtmaterialien und Online Lernplattform

 

 

Stundenumfang          300 Stunden, davon

                                               192 Stunden Präsenzphase

                                               108 Stunden Online Lernplattform
                                               16 Stunden Hospitation

 

 

Kursinhalte

  • Einführung in pädagogisches und didaktisch-methodisches Denken
  • Lern-, wahrnehmungs- und emotionspsychologische Bedingungen
  • Systemisch-konstruktivistische Perspektiven des selbstgesteuerten Lernens und der Lernberatung
  • Gesprächsführung: Erst- und Abschlussgespräch, das helfende Gespräch, Beurteilungsgespräch, das Konflikt- und Kritikgespräch
  • Anleitungsprozesse unter lernphysiologischen und didaktischen und Kriterien und unter Berücksichtigung des selbstgesteuerten Lernens gestalten, kreative Anleitungssituationen planen, durchführen und evaluieren
  • Prinzipien von Einarbeitungskonzepten und -prozessen

 

  • Einführung in die familienzentrierte Pflege (Family Nursing)
  • Familienassessments (Genogramm, Familienbefragung u.a.) und systemische Beratungsmethoden nach dem Calgary-Familien-Assessment und Interventionsmodell von L. Wright und m. Leahey
  • Bewältigungshandeln von chronisch Kranken verstehen und pflegerisch begleiten
  • Bewältigungsstrategien von Angehörigen und Integrationsarbeit
  • Umgang mit Nähe und Distanz
  • Systemische Coachingkompetenzen, wie zirkuläres und lösungsorientiertes Fragen, kreative und darstellende Methoden
  • Kollegiale Beratung
  • Möglichkeiten der Konfliktprävention und -intervention
  • Teammoderation und supervisorisches Arbeiten an konkreten Fällen

 

  • Soziale Rollen, Rollenerwartungen, Rollenkonflikte
  • Die Rolle des Anleiters/Teamleiters im Team, Rollenreflektion, Stellenbeschreibung
  • Praktische Leistungen professionell beurteilen

 

  • Systemische Beratungskompetenzen in unterschiedlichen Konfliktsituationen
  • Leitungs- und Führungskompetenzen, eigenes Führungsverhalten reflektieren
  • Organisationspsychologische Grundlagen, Organisationsstrukturen und -prozesse verstehen, Spannungsfelder erkennen
  • Grundlagen des Qualitätsmanagements

 

  • Berufsrecht im Handlungsfeld von Management und Bildung
  • Kranken- und Altenpflegegesetz, Ausbildungs- und Prüfungsverordnungen Qualitätsmanagement und -sicherung im Anleitungsprozess Mündliche Abschlussprüfung

 

Wodurch zeichnet sich die Weiterbildung „Praxisanleiter/in mit einer Spezialisierung: Führen und Leiten von Teams und Grundlagen der familienzentrierten Pflege“ aus?

 

 

Die Patientenversorgung in der ambulanten Pflege bzw. in der außerklinischen Intensivpflege nimmt mittlerweile eine wichtige Position im Pflegesektor ein. Pflegekräfte, die über Berufserfahrung im klinischen und stationären Bereich verfügen, stehen in der ambulanten (Intensiv-)Pflege vor ganz neuen Herausforderungen. Neben einer professionellen Pflege und Umsetzung therapeutischer Maßnahmen sind ausgeprägte soziale Kompetenzen von besonderer Bedeutung, da die Versorgung der Patienten häufig in einem familiären Umfeld stattfindet und über sehr lange Zeit besteht

 

Der Praxisanleiter mit einer Spezialisierung: Führen und Leiten von Teams und Grundlagen der familienzentrierten Pflege übernimmt eine wichtige Schlüsselposition in ambulanten (Intensiv-)Pflegediensten. Er ist das Bindeglied zwischen Geschäftsleitung, Pflegekräften und Pflegekunden und deren Angehörigen. Diese besondere Rolle erfordert eine hohe Fach- und Sozialkompetenz, aber auch Führungswissen, die Fähigkeit Mitarbeiter nach pädagogischen Kriterien einzuarbeiten und zu motivieren, Veränderungsprozesse zu initiieren und Konflikte konstruktiv anzugehen.

 

 

Vermittlung von pädagogischen Kompetenzen

 

Die Qualifizierung vermittelt den aktuellen Stand berufspädagogischen Wissens. Die Teilnehmer werden befähigt, individuelle Anleitungssituationen zu gestalten unter Berücksichtigung der Prinzipien des selbstgesteuerten Lernens, den Lernenden bei der Erreichung seiner Lernziele zu unterstützen und diese zu beurteilen.

 

Im Rahmen der Erwachsenenbildung werden die Kompetenzen der Teilnehmer im selbstgesteuerten Lernen erweitert. Durch Studienaufträgen und Gruppenarbeiten können die Teilnehmer ihre Methodenkompetenz und soziale Kompetenz erweitern.

 

 

Vermittlung von systemischen und beraterischen Kompetenzen und familienzentrierte Pflege

 

Im Rahmen der Qualifizierung werden den Teilnehmern die Grundlagen einer systemisch orientierten, patienten- und familienorientierten Pflege vermittelt. Sie lernen systemisches Denken und Handeln in konkreten Praxis- und Beratungssituationen anzuwenden. Über den pflegewissenschaftlichen Ansatz des Family Nursing (Familienzentrierte Pflege) wird den Teilnehmern der professionelle Umgang mit familiendynamischen Themen – wie z.B. Bewältigungshandeln chronisch Kranker, Nähe und Distanz, Umgang mit Konflikten im Familienkontext des Pflegekunden – näher gebracht. Sie werden in die Lage versetzt, neue Mitarbeiter und Pflegeteams in die familienorientierte Pflege einzuführen.

 

 

Vermittlung von Führungskompetenzen

 

Im Rahmen der Qualifizierung entwickeln die Teilnehmer*innen Leitungs- und Führungskompetenzen. Sie reflektieren persönliche Stärken und Schwächen, auch in Verbindung mit den beruflichen Rollen und Erwartungen. Sie lernen Konflikte im Versorgungskontext wertschätzend zu lösen und zu moderieren. Die enge Verzahnung der familienzentrierten Pflege mit der systemischen Managementlehre findet in den spezifischen Inhalten statt.